Ein Mann alarmierte die Schädlingsbekämpfer, nachdem er ungewöhnliche Geräusche aus den Wänden gehört hatte. Was entdeckten sie dort?

Ein Specht in Kalifornien hat rund 320 kg Eicheln in den Wänden eines Hauses versteckt. Darüber berichtete der US-Sender NBC unter Berufung auf ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen.
Ein Anwohner hatte zuvor einen Schädlingsbekämpfer gerufen, weil er ungewöhnliche Geräusche aus den Wänden hörte und immer wieder kleine Insekten aus den Ritzen auftauchten.

Der herbeigerufene Spezialist öffnete daraufhin die Wand und stieß auf enorme Eichelvorräte. Wie sich herausstellte, hatte ein Specht aus der Gattung Melanerpes (auch als Eichelhäher-Specht bekannt) das Haus in eine Art Lager verwandelt. Der Vogel hatte die Eicheln über Jahre hinweg gesammelt und sie durch Löcher im Dach und in den Wänden eingelagert.


Insgesamt wurden mehr als 700 Pfund Eicheln (etwa 320 kg) aus dem Haus entfernt.
Doch die Geschichte war damit nicht zu Ende.

Der Hausbesitzer war nach dem Fund völlig fassungslos. Er hatte nie erwartet, dass ein Vogel sein Haus buchstäblich in eine riesige Vorratskammer verwandeln könnte. Der Spezialist erklärte, dass dieses Verhalten für den Eichelhäher-Specht typisch sei, da diese Vögel Eicheln für schlechte Zeiten sammeln – allerdings selten in diesem Ausmaß und noch seltener in menschlichen Häusern.

Bei genauerer Untersuchung von Wänden und Dach entdeckte das Team Hunderte sorgfältig angelegte kleine Löcher, von denen jedes als Versteck für eine Eichel diente. Es wirkte, als hätte der Vogel ein äußerst präzises Ordnungssystem geschaffen – Stück für Stück, oder besser gesagt Eichel für Eichel. Einige der Vorräte waren noch frisch, während andere bereits Insekten anzogen und damit die zuvor vom Bewohner wahrgenommenen kleinen Tiere erklärten.

Die anschließenden Reinigungsarbeiten im Haus waren langwierig und aufwendig. Dabei ging es nicht nur darum, die Eicheln zu entfernen, sondern auch die entstandenen Schäden an der Bausubstanz zu beheben. Teile der Wände mussten neu aufgebaut und das Dach verstärkt werden, um eine erneute „Invasion“ dieser Art zu verhindern.

Der Specht wurde später mehrfach in der Umgebung gesichtet, als würde er sein früheres Versteck noch immer im Blick behalten. Experten gehen davon aus, dass er lange brauchen wird, um einen so umfangreichen Vorrat erneut anzulegen – vermutlich diesmal in einem Baum statt in einem Haus.

Die ungewöhnliche Geschichte verbreitete sich schnell in den sozialen Netzwerken und faszinierte viele Menschen. Sie zeigt eindrucksvoll, wie überraschend die Natur sein kann – und wie schnell die Grenze zwischen Wildnis und menschlichem Wohnraum verschwimmen kann.

Like this post? Please share to your friends: