„Mama sagte, wir sollten hier warten…“ wiederholte das Kind leise, als der Förster es in der Nähe eines alten Baumes fand, und in der Tasche seiner Jacke war ein Zettel: Der Mann war sehr überrascht über das, was er las.

„Mama sagte, ich sollte hier warten…“, wiederholte das Kind leise, als der Förster es in der Nähe eines alten Baumes fand, mit einem Zettel in der Tasche seiner Jacke. Der Mann war sehr überrascht über das, was er las 😲😲

Mark stieß zufällig auf das Kind. Er ging einen bekannten Pfad entlang, beobachtete die Umgebung, als ein trockener Ast so stark unter seinem Stiefel knackte, dass ein Rabe von einer nahegelegenen Kiefer aufschreckte. Mark blieb stehen, lauschte und lächelte: Nach all den Jahren im Wald hatte er das Bewusstsein, wachsam zu sein, nicht verloren.

Weiter vorne gab es eine kleine Lichtung mit einem Baumstumpf in der Mitte. Normalerweise machte er dort eine kurze Pause und trank Tee aus seiner Thermoskanne. Aber heute saß ein Kind auf dem Baumstumpf.

Ein kleiner Junge in einer schmutzigen blauen Jacke, die Schultern nach vorne gebeugt, mit einem viel zu ruhigen Blick. Er weinte nicht, rief nicht um Hilfe, wirkte nicht ängstlich. Er saß einfach da und wartete, als wäre alles genau so geplant.

„Hey, Kleiner“, sagte Mark vorsichtig, bemüht, ihn nicht zu erschrecken. „Was machst du hier ganz allein?“

Der Junge hob den Kopf und sah ihn aufmerksam an.

„Mama sagte, ich soll hier warten“, antwortete er leise. „Sie kommt bald zurück.“

Mark sah sich um. Der Wald war leer. Nur Vögel und das entfernte Klopfen eines Spechts waren zu hören.

„Wann ist deine Mama gegangen?“, fragte er und setzte sich auf Augenhöhe mit dem Jungen.

Der Junge schaukelte nachdenklich mit den Beinen.

„Gestern…“, sagte er unsicher. „Oder vielleicht vorgestern. Ich erinnere mich nicht.“

Seine Jacke war feucht, die Haare wirr, und er hatte dunkle Augenringe. Mark spürte ein unangenehmes Drücken in der Brust.

„Wie heißt du?“

Mehr
Institutionen und medizinische Dienste
Geschichten
Geschichte
GESCHICHTEN

— Tom.

Und ich bin Mark. Ich passe auf den Wald auf. Weißt du, wo dein Zuhause ist?

„Dort, wo das rote Dach ist“, sagte der Junge nach einer kurzen Pause. „Da gibt es einen Fernseher und eine Katze. Nur dass die Katze weggelaufen ist, als Onkel Alex angefangen hat zu schreien.“

Mark bemerkte, dass die Tasche seiner Jacke seltsam aufgebläht war.

„Tom, was hast du in deiner Tasche?“, fragte er ruhig.

„Mama hat mir das gegeben“, sagte der Junge und zog ein zusammengefaltetes Blatt Papier hervor. „Sie hat gesagt, ich soll es zeigen, falls sie eine Weile nicht zurückkommt.“

Marks Hände zitterten, als er das Papier entfaltete. Die Schrift war sauber, aber man konnte erkennen, dass sie hastig geschrieben worden war.

Er las den Zettel zweimal und war fassungslos über den Inhalt. 😨😢

Er enthielt nur ein paar Zeilen:

„Wenn du diesen Zettel findest und ich nicht zurückkomme, bitte kümmere dich um meinen Sohn. Unser Zuhause ist nicht sicher. Ich fürchte um sein Leben. Vielleicht bin ich schon tot.“

Mark rief sofort die Rettungskräfte und die Polizei. Anhand der Beschreibung des Jungen fanden sie schnell ein Haus mit rotem Dach. Es war leer. Aber als die Polizei eintrat, gab es keinen Zweifel: Sie fanden den Körper einer Frau darin.

Später stellte sich heraus, dass ihr Ehemann, Toms Stiefvater, ein gewalttätiger Mann war. Er misshandelte den Jungen, schrie ihn oft an und tötete an diesem Tag seine Frau. Er versuchte, den Jungen zu finden, aber die Mutter hatte es geschafft, ihr Kind im Wald zu verstecken und einen Zettel zu hinterlassen.

Die Mutter kehrte nicht zurück, weil sie ihren Sohn verlassen wollte. Sie wusste einfach, dass ihr Sohn zu Hause in Gefahr war und dass Fremde möglicherweise viel freundlicher sein konnten als die Menschen, bei denen er lebte.

Like this post? Please share to your friends: